Was für ein stolzer griechischer Fischer

Nachdem das Meer gestern sogar auf der Wellenseite spiegelglatt war, verbrachten wir einen gemütlichen Tag am kleinen Strand. Im Schatten eines Baumes tratschten wir mit unseren slowakischen Freunden. Auch eine kleine SUP-Runde durfte nicht fehlen. Doch die Schildkrötensuche war leider erfolglos. Unsere slowakischen Freunde nutzen den Vormittag zum Schnorcheln, doch auch sie waren enttäuscht weil sie nichts sahen, nicht einmal einen Oktopus!

Am frühen Nachmittag kam dann jedoch ein sehr netter Grieche mit seinem Truck. Er holte sich aus seiner kleinen Hütte ein Fischernetz, einen Schwimmreifen, eine Taucherbrille und zog einen sehr stylischen Neoprenanzug an. Als er im Wasser war, huschten wir alle schnell in Richtung seiner Hütte und schauten uns etwas um. Faszinierend, was da alles so drinnen war! Doch nach 5 Minuten ging er wieder aus dem Wasser, packte seine Sachen ins Auto und verschwand! Komisch, dachten wir, was wird das bloß? Nach kurzer Zeit kam er wieder zurück, trug sein Fischernetz auf die Steinplatten und zupfte etwas heraus.

Neugierig wie ich ( Anja) bin, wagte ich mich sofort näher heran. Als der Grieche das sah, holte er mich nähr zu sich und erklärte mir, er habe den besten Fang gemacht- lauter kleine Sardinen. Natürlich fragte ich ihn sofort, woher er sie hatte. Nach kurzem Gespräch mit gebrochenem Englisch fragte er mich, ob ich Oktopusse mag. Kaum hatte ich mit ja geantwortet, ließ er alles fallen und rannte schlagartig zu seiner Hütte. Ich wusste nicht, was jetzt passiert. Dachte mir nur vielleicht, hat er schon einmal einen gefangen und bringt mir ein Foto. Aber nein, ich lag komplett falsch, er rannte um seine Taucherbrille und schwups war er im Wasser. Glaubt mir, Clemens bekam die Krise, weil er dachte, er bringt mir einen zum Essen und wollte sofort gehen! Kurze Zeit später tauchte der Grieche ab, griff mit der Hand nach etwas und schmiss einen kleinen Oktopus auf die Steine. Meine slowakische Freundin bekam einen Schreikrampf vor Schreck und Clemens verhandelte sofort panisch mit dem Griechen, da er nicht wollte, dass er ihn tötet. Erst als der Grieche ihm mit Händen und Füßen klar machte, dass er nur zum Anschauen und Herzeigen ist beruhigte er sich langsam wieder. Ich konnte mich vor Lachen jedoch kaum halten in der Zeit.

Schnell kam der Grieche aus dem Wasser und zeigte uns, wie man ihn auf den Arm nehmen kann! Unserer slowakischer Freund tat dies und schmiss ihn danach wieder zurück ins Wasser. Im Wasser angekommen, sah man dann seine Tinte.

Ach was für ein Erlebnis, bestimmt nicht nur für uns, sondern auch für den Griechen selbst 😉 Und laut Clemens auch für den kleinen armen Oktopus!